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24 Apr

Tipps zur Gehaltsverhandlung

Verhandlung

Gehaltsverhandlungen sind ein zentrales Thema vieler Arbeitnehmer. Sei es während des Bewerbungsgesprächs oder nach jahrelanger Tätigkeit in einem Unternehmen. Irgendwann kommt der Punkt, an dem sich der Angestellte mit dem Chef an einen Tisch setzen muss, um über die Zukunft zu reden. Hier erhalten Sie wichtige Tipps, wie sie die Gehaltsverhandlungen positiv beeinflussen können und bestenfalls mit dem gewünschten Ergebnis das Gespräch beenden.

1.    Schätzen Sie Ihre eigene Arbeit, das Unternehmen und die Branche realistisch ein

Setzen Sie sich für ein paar Minuten hin und versuchen Sie, Ihre eigenen Leistungen sowie die getätigten Arbeiten richtig einzuschätzen. Wenn es in letzter Zeit Schwierigkeiten gegeben hat, stehen Ihre Chancen wahrscheinlich schlechter, als wenn sie maßgebliche Erfolge für Ihr Unternehmen verzeichnen können. Eine Gehaltserhöhung ist für Sie erreichbarer, wenn Sie Belege vorlegen können, die Ihre Forderung nach einer Erhöhung stützen und nachvollziehbar machen. Versuchen Sie allerdings auf direkte Vergleiche in Bezug auf die Gehälter Ihrer Kollegen zu verzichten. Sie wirken dadurch zum einen neidisch und zum anderen nur auf Ihren Vorteil bedacht, was ein negatives Bild auf Sie werfen kann. Punkten Sie stattdessen nur mit Ihren erbrachten Leistungen.

Vorteilhaft ist es dagegen, wenn Sie sich über das durchschnittliche Gehalt in Ihrer Branche oder Ihres Tätigkeitsfelds erkundigen. Beziehen Sie allerdings folgende Punkte in Ihre Überlegung ein:

  • - Wie groß ist Ihr Unternehmen? Handelt es sich um ein Startup oder um ein etabliertes Großunternehmen?
  • - Wo liegen die Gehaltsgrenzen am Unternehmensstandort?
  • - Reicht Ihre Erfahrung aus, um nach mehr Geld zu fragen?

2.    Ziehen Sie Bonusleistungen in Betracht

Gerade in kleinen oder neuen Unternehmen ist das Geld oft knapp und eine Gehaltserhöhung nicht immer drin. Geldwerte Leistungen können eine Alternative sein, wenn das Limit fürs Gehalt erreicht ist. Dazu zählen unter anderem:

  • - Dienstwagen, Firmenhandy
  • - Betriebliche Altersvorsorge
  • - Tankgutscheine
  • - Nahverkehrsgutscheine
  • - Zuschüsse fürs Essen
  • - Zuschüsse für eine externe Kinderbetreuung

Diese Sachleistungen haben den Vorteil, dass Sie als Arbeitnehmer keine steuerlichen Abzüge fürchten müssen. Auch für Arbeitgeber wirkt sich diese Alternative zur Gehaltserhöhung positiv aus, denn er kann die Zusatzleistungen steuerlich absetzen und hat keine unnötigen Mehrkosten. Auch buchhalterisch stellt das Angebot keine Schwierigkeiten dar. Die meisten Unternehmen nutzen für ihre Gehaltsabrechnung eine Lohnabrechnungssoftware. Spezialisierte Hersteller wie Lexware bieten sogar vorgefertigte Vorlagen und Muster an, mit denen sich die Eintragungen spielend leicht durchführen lassen.

3.    Ergreifen Sie die Initiative

Wahrscheinlich gibt es keinen oder zumindest nur sehr wenige Vorgesetzte, die Ihnen von sich aus eine Gehaltserhöhung anbieten werden. Sie müssen sich für den Moment entscheiden, der Ihnen am Sinnvollsten erscheint, um Ihrem Chef gegenüber aktiv zu werden. Fallen Sie allerdings nicht mit der Tür ins Haus. Bitten Sie Ihren Vorgesetzten um ein vertrauliches Gespräch und lassen Sie das Thema berufliche Perspektive mit einfließen. Alternativ können Sie auch eine E-Mail schreiben, in der Sie um eine Unterhaltung bitten.

4.    Verkaufen Sie sich nicht unter Wert

Wenn Sie über die Höhe Ihres Gehaltes sprechen, setzen Sie die Messlatte ruhig etwas höher an, ohne dabei utopisch zu wirken. Denn das Einstiegsgebot ist ausschlaggebend für die weiteren Verhandlungen. Sie wissen was Sie können und dafür möchten Sie entsprechend honoriert werden. Ihrem Chef können Sie im Laufe der Verhandlung immer noch entgegen kommen und Abstriche machen.

Wichtig ist jedoch auch: Akzeptieren Sie nie das erste Gegenangebot Ihres Vorgesetzten. Denn Sie können sich sicher sein, dass die Schmerzgrenze Ihres Gegenübers nicht bei der Summe liegt, die er Ihnen als Erstes nennt. Sie befinden sich in einer Verhandlung, also nutzen Sie die Möglichkeiten, die sich Ihnen bieten. Einwilligen können Sie später trotzdem. Aber versuchen Sie zunächst herauszufinden, wie groß Ihr Spielraum ist.

5.    Auch Ihre Außenwirkung zählt

Ihr Chef merkt es sofort, wenn Sie unsicher sind. Ein selbstbewusstes Auftreten ist dagegen das A und O einer Gehaltsverhandlung. Sie wissen was Sie wollen und was Sie können. Zeigen Sie das Ihrem Gegenüber! Und hören Sie ihm zu. Verspielen Sie nicht alle Vorteile, indem Sie Ihrem Vorgesetzten ins Wort fallen. Zeigen Sie Respekt und Höflichkeit, lassen Sie ihn ausreden. Schließlich ist Ihnen wichtig, was man Ihnen zu sagen hat, denn Ihre weitere Zukunft hängt davon ab. Vermeiden Sie es, negative Emotionen hervorzurufen. Mehr Tipps für Ihr nächstes Bewerbungsgespräch finden Sie in unserer Blog-Rubrik. 

Tags: Blog Bewerbungstipps Karriere-Blog

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